Von der Hautärztin empfohlen
- 26. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Apr.
Kosmetik verbindet man ja eigentlich eher mit Make-up und Co. – doch Kosmetikerinnen und Kosmetiker können viel mehr, als nur Rouge und Wimperntusche aufzutragen. Oft sind sie die ersten, die behandlungsbedürftige Veränderungen an der Haut feststellen. Kosmetik und Dermatologie können sich also perfekt ergänzen. Davon ist auch PD Dr. Christiane Thallinger überzeugt, die seit mittlerweile 22 Jahren als Dermatologin tätig ist.
Wie kann ein/e Kosmetiker/in zur Hautgesundheit beitragen?
Kosmetikerinnen und Kosmetiker können sehr viel zur Hautgesundheit beitragen. Einerseits, indem sie Hautveränderungen früh erkennen und eine dermatologische Begutachtung anregen, und andererseits, indem sie durch richtige Pflegekonzepte die Haut jung, strahlend und schön erhalten.
Umwelteinflüsse, Stress, Kälte/Hitze oder der natürliche Alterungsprozess können die natürliche Hautschutzbarriere schwächen. Die Haut verliert an Feuchtigkeit und trocknet aus. Durch einen Feuchtigkeitsverlust verliert die Haut sowohl ihre Spannkraft und Geschmeidigkeit als auch ihre Schutzfunktion. Genau hier können Kosmetikerinnen und Kosmetiker mit individuellen Pflegekonzepten ansetzen und die intakte Barrierefunktion der Haut stärken.
Hatten Sie bereits Patienten und Patientinnen, die nach einem Besuch im Kosmetikstudio zu Ihnen kamen?
Das kommt immer wieder vor und hat zumeist zwei Beweggründe. Entweder die Kosmetikerin erkennt eine suspekte Veränderung an der Haut ihrer Kundin, ihres Kunden, die dermatologisch abgeklärt werden sollte, oder die Kosmetikerin, der Kosmetiker erkennt eine behandlungswürdige Hauterkrankung, die nach medizinischer Versorgung und Therapie verlangt.
Das geschulte Auge einer guten Kosmetikerin erkennt rasch, wenn sich an der Gesichtshaut Veränderungen auftun, die dermatologisch abgeklärt werden sollten.
Welche Hautveränderungen oder -krankheiten gibt es, die auch ein/e Kosmetiker/in feststellen kann?
Kosmetikerinnen und Kosmetiker können beim Erkennen von (gutartigen wie auch bösartigen) Veränderungen an der Haut eine wesentliche Rolle spielen. Das geschulte Auge einer guten Kosmetikerin erkennt rasch, wenn sich an der Gesichtshaut der Kundin, des Kunden Veränderungen auftun. Sowohl Veränderungen der Hautbeschaffenheit als auch der Hautstruktur und/oder der Hautfarbe können frühzeitig z.B. im Rahmen einer Gesichtsbehandlung beobachtet werden.
Es ist weniger relevant, dass die Kosmetikerin, der Kosmetiker die Hautveränderung dermatologisch richtig einordnet – das ist die Aufgabe der Hautärztin, des Hautarztes. Viel relevanter ist es, dass die Veränderungen überhaupt als solche erkannt werden.
In diesem Zusammenhang sei gerade beim schwarzen Hautkrebs, dem Melanom, darauf hingewiesen, dass nach wie vor die Früherkennung der einzige Schlüssel zur Heilung ist.
Was raten Sie Ihren Patienten und Patientinnen zum Erhalt ihrer Hautgesundheit? Was sollte man unbedingt vermeiden?
Die Sonne ist unser Freund wie auch unser Feind. Die UV-Strahlung des Sonnenlichtes ist einerseits essenziell für z.B. den intakten Knochenstoffwechsel, die Produktion von Hormonen wie Serotonin und vieles mehr. Andererseits ist die Sonne bzw. ihre Strahlung potenziell gefährlich für unsere Haut. Ein Übermaß an UV-Strahlung führt in den Hautzellen zu Schädigungen des Erbgutes und auf diese Weise zu Entstehung von Hautkrebs.
UV-Licht macht unsere Haut fleckig, scheckig und alt. Durch längere, vor allem ungeschützte Aufenthalte in der Sonne werden vermehrt sogenannte Matrix-Metalloproteinasen (MMP) gebildet, die das Kollagengerüst der Haut angreifen. Die Haut wird dadurch schlaff und faltig. Konsequenter Sonnenschutz ist also unerlässlich für unsere Hautgesundheit.










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